Fahrsicherheitstraining mit Großfahrzeug

28. Juni 2020
Aktive Wehr
Sicher zum Einsatz und wieder nach Hause

Ein tonnenschweres Einsatzfahrzeug selbst bei widrigsten Straßenverhältnissen unter Einsatzbedingungen beherrschen zu müssen, stellt an die Fahrer hohe Anforderungen. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Velden hatten die Möglichkeit, zusammen mit Kollegen aus Neuhaus, Höfen, Mosenberg, Hartenstein und Grünreuth an einem speziellen Fahrsicherheitstraining für Freiwillige Feuerwehren teilzunehmen. Das Trainingsgelände des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Schlüsselfeld bot dem Lehrgang, der von der Feuerwehr Neuhaus organisiert wurde, das ideale Umfeld.

Das Fahrsicherheitstraining für Freiwillige Feuerwehren ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) und des Landesfeuerwehrverbands Bayern. In diesem Präventionsangebot werden theoretische Kenntnisse über die Fahrphysik und vor allem praktische Fähigkeiten vermittelt, um auch in schwierigen Verkehrssituationen angemessen reagieren zu können und das anvertraute Material und Mitfahrer sicher zur Einsatzstelle und wieder zurück zu bringen.

Neben den theoretischen Grundlagen stand bei diesem Training die Praxis am eigenen Einsatzfahrzeug im Vordergrund. Die Teilnehmer wurden durch den erfahrenen Fahrsicherheitstrainer durch die einzelnen realitätsnahen Übungen begleitet, die ausgiebig vorbesprochen und reflektiert wurden. Kleine Tipps zur örtlichen Fahrausbildung, beispielsweise zur richtigen Sitzposition, wechselten sich ab mit Schätzübungen zu Brems- und Anhaltewegen der unterschiedlichen Fahrzeuggruppen und sorgten bei den Teilnehmern für vom Trainer gewollte Aha-Effekte. Die Fahrübungen steigerten sich langsam in der Schwierigkeit und reichten von einfacher Slalomfahrt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, über Brems- und Ausweichübungen auf verschiedenen Fahrbahnoberflächen bis zum eindrucksvollen Herantasten an den Fahrzeuggrenzbereich in der Kreisbahn des Trainingsgeländes. Hier entschied ein Geschwindigkeitsunterschied von nur wenigen km/h zwischen noch kontrollierter Fahrt und einem Ausbrechen des Fahrzeugs, welches vom Fahrer jedoch erkannt und mittels zuvor trainierter Strategien verhindert werden sollte.

Auch wenn bei dem Training gewollt war, an Grenzen zu gehen und diese im wahrsten Sinne zu erfahren, zeigte sich immer wieder, dass eine angepasste Geschwindigkeit der Schlüssel der Vermeidungsstrategien ist. Auch wenn höchste Eile geboten ist - besser etwas langsamer, dafür jedoch sicher ankommen, war stets die vermittelte Devise. Am Ende des Trainingstages waren sich alle Teilnehmer jedenfalls einig, einen sehr interessanten und kurzweiligen Lehrgang erlebt zu haben und im Einsatz hoffentlich nie in die zuvor zu meisternden Situationen kommen zu müssen.

Interesse am aktiven Feuerwehrdienst? Nähere Infos dazu unter: www.ff-velden.de

 

 

 

Bericht:               Dieter Meyer

Fotos:                  Dieter Meyer

Bildunterschriften:

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Jede Übung wurde ausführlich vorbesprochen und reflektiert

 

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Vollbremsung auf regennasser Fahrbahn

 

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Ausweichen eines plötzlich auftauchenden Hindernisses

 

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Erfahren der Grenzbereiche im Rundkurs